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	<description>Jörg Albrecht</description>
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		<title>Werwolf O-Ton #2</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 15:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Also daß ich ähm auch kein, an keinem Text länger sitze als zwanzig Minuten und die Melodie auch nicht länger als eine halbe Stunde, vierzig Minuten und wenn das beides nicht zusammen in einer Stunde passiert dann schmeiß ich den Song weg. Ja.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/werwolf-o-ton-2"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="figure"><img class="alignnone size-medium wp-image-960" title="glamour number" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/glamour-number-460x274.jpg" alt="" width="460" height="274" /></div>
<p><iframe width="460" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/Rxarqx2Icnk?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Sync Star</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 18:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Aber es macht nichts. Nichts. Niemand macht nichts, überhaupt nicht mehr. Die Stadt leuchtet und folgt den Plänen, in die nächste Zwischennutzung, den nächsten Punkt auf der Touristenbustour, den nächsten Glas-Stahl-Betonbau. <a href="http://www.fotofixautomat.de/sync-star"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="figure"><img class="alignnone size-medium wp-image-896" title="Silberblick" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/Silberblick-460x298.jpg" alt="" width="460" height="298" /></div>
<p>Auszug aus <em>beim Anblick des Bildes vom Wolf</em></p>
<p>acting: Nadine Finsterbusch &amp; Steffen Klewar</p>
<p>music produced by: Ramin Bijan &amp; Nadine Finsterbusch</p>
<p>production assistant: Susanne Berthold</p>
<p>sponsored by <a href="http://www.con-tempus.eu/" target="_blank">con tempus. platform for contemporary art</a></p>
<p><iframe width="460" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/gFdKHgrKPuo?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Werwolf O-Ton #1</title>
		<link>http://www.fotofixautomat.de/werwolf-o-ton-1</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 23:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Schicht … Mittelschicht, also, wenn dieses … Ich weiß nicht inwiefern … Ja … Nennt man das Mittelschicht? Obere Mittel … hmm. Bin ich glaube ich meinem Einkommen nach eher untere Mittelschicht oder sowas wahrscheinlich, und von meinem Habitus und meiner Ausbildung her bin ich wahrscheinlich eher … naja gut, von meiner Qualifi … puh … <a href="http://www.fotofixautomat.de/werwolf-o-ton-1"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="figure"><img class="alignnone size-full wp-image-879" title="Trampolin" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/Trampolin.jpg" alt="" width="535" height="346" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="460" height="345"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/T6hXC6yoYJU?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/T6hXC6yoYJU?version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="460" height="345" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>DIGITAL VAMPIRE DISC</title>
		<link>http://www.fotofixautomat.de/digital-vampire-disc-buch</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 11:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Release]]></category>

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		<description><![CDATA[Aber mit jedem neuen Vampirfilm kommen Warnung und Hoffnung. Vielleicht doch keinen Pflock durchs eigene kreative Herz stoßen, um frei zu sein. Vielleicht werden eines Tages die Empirestories Vampirestories, und die Vampirstories Liebesstories, Liebe, geliebte Stories und nicht nur die Trauer einer globalen Nation, deren Völker sich tot stellen, um zu leben, zu lieben, jemanden zu lieben, der nicht jemand ist, sondern ein Ding. Unser Rest. Rest? Nein. There can be no rest now. <a href="http://www.fotofixautomat.de/digital-vampire-disc-buch"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div class="figure"><img class="alignnone size-full wp-image-786" title="DIGITAL VAMPIRE DISC Cover" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/DIGITAL-VAMPIRE-DISC-Cover.jpg" alt="" width="425" height="482" /></div>
<p>erschienen im Oktober 2011 im <a href="http://www.leykamverlag.at/" target="_blank">Leykam Verlag</a></p>
<p>&#8220;Eingebettet in die Rahmenhandlung um eine Gruppe Schauspieler, die eine Vampir-Seifenoper der 1960er Jahre nachdrehen will, lässt Albrecht in seinem typisch zitathaften Stil Fakt und Fiktion, Populärwissenschaft und hohe Sprachkunst, dunkle Fantasien und leichten Humor aufeinanderprallen. […] Jörg Albrecht in Höchstform.&#8221; (Christoph Hartner, Kronenzeitung, 5.1.2012)</p>
<p>Mit dem Aufstieg des Heimkinos ist es endgültig: Wir brau-<br />
chen nicht mehr nach draußen zu gehen, um Filme zu sehen,<br />
wir können genauso gut zuhause sitzen. Und mit jeder DVD<br />
bekommen wir nicht nur den Film, sondern auch mehr Bonus-<br />
material, als wir verarbeiten können: Trailer, Making-ofs, Fea-<br />
tures über die Spezialeffekte, die Stunts, die Bühnenbilder – im<br />
Grunde lauter informationen, die aus dem Marketing für den<br />
Film stammen.<br />
Was also holen wir uns mit der DVD in unser Heim: mehr<br />
Hintergrundwissen für Fans und Filmnerds, oder doch nur<br />
noch mehr Auswüchse der kapitalistischen Filmwirtschaft?<br />
in Digital Vampire Disc untersuchen die Figuren von Jörg Alb-<br />
recht  diese Zusammenhänge. Anlass ist für sie eine amerika-<br />
nische Soap opera aus den 1960er-Jahren, die sie nachdrehen,<br />
und deren Hauptrolle ein Vampir besetzt – in der Serie wie auch<br />
in ihrem realen Leben. Dabei tauchen sie auch in ihre eigene<br />
Vergangenheit ein und verlieren sich schließlich in den unzähli-<br />
gen Features. Und die DVD wird zur Digital Vampire Disc.<br />
Wie man den Vampir über die Schwelle des Hauses bitten muss,<br />
da er es sonst nicht betreten kann, so haben wir uns die DVD<br />
und damit die Filmindustrie in unser Wohnzimmer eingeladen.<br />
Und nun?</p>
<p>Die beiliegende DVD enthält eine Dokumentation der aus dem Hörspieltext entstandenen Audio- und Bildschirm-Installation von Jörg Albrecht und Matthias Grübel in Surround-Sound 5.1.</p>
<p>Text und Schnitt: Jörg Albrecht<br />
Musik: Matthias Grübel<br />
Kamera: Julia Laggner<br />
Ton: Herwig Rogler</p>
<p>mit: Janna Horstmann, Steffen Klewar, Jakob Walser und Mathias Znidarec</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Digital-Vampire-Disc-J%C3%B6rg-Albrecht/dp/3701177767/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1325256888&amp;sr=8-1" target="_blank">Kaufen bei Amazon</a></p>
<p><a href="http://www.leykamverlag.at/shop/Belletristik/Literatur/Digital-Vampire-Disc_pr_557.html" target="_blank">Kaufen bei Leykam</a></p>
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		<title>Die blauen Augen von Terence Hill</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 11:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stage]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, ich wollte melden, der Sozialstaat ist abwesend! Was sagen Sie? Er ist noch da? Nein, das sind nur Bilder, und selbst die wirken seltsam abwesend. Auch wenn sie sich aufhalten, die ganze Zeit aufhalten, in mir.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/die-blauen-augen-von-terence-hill"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_122" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><img class="size-medium wp-image-122  " title="Die blauen Augen von Terence Hill" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/copy-waste_Die-blauen-Augen-von-Terence-Hill_c-Ian-Purnell_02-460x345.jpg" alt="" width="460" height="345" /><p class="wp-caption-text">Foto: Ian Purnell</p></div>
<p>von copy &amp; waste</p>
<p>Jörg Albrecht (Text), Susanne Berthold (Regieassistenz), Matthias Grübel (Musik), Janna Horstmann (Schauspiel), Katja Kettner (Produktion), Steffen Klewar (Regie/Schauspiel), Katharina Oberegger (Bühnenassistenz), Caspar Pichner (Bühne), Ian Purnell (Video), Wilma Renfordt (Dramaturgie), Oliver Szewc (Technische Leitung), Sebastian Thiers (Schauspiel), Mathias Znidarec (Schauspiel)</p>
<p><iframe width="460" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/KQDitu9S7bs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="460" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/vEcDBUgzJYY?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Koproduktion <a href="http://www.steirischerherbst.at/2011/deutsch/micro2011/" target="_blank">steirischer herbst</a>, <a href="http://www.hebbel-am-ufer.de" target="_blank">HAU</a> Berlin, Theaterhaus Jena &amp; <a href="http://www.uni-t.org/" target="_blank">uniT Graz</a>, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds &amp; den Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten</p>
<p><!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:"Times New Roman"; 	panose-1:0 2 2 6 3 5 4 5 2 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:50331648 0 0 0 1 0;} @font-face 	{font-family:"Lucida Grande"; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:50331648 0 0 0 1 0;} @font-face 	{font-family:"ヒラギノ角ゴ Pro W3"; 	mso-font-charset:78; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:16777216 1800 268435456 0 131072 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:EN-US;} p.Listenabsatz, li.Listenabsatz, div.Listenabsatz 	{mso-style-name:Listenabsatz; 	mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:0cm; 	margin-left:36.0pt; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Lucida Grande"; 	color:black;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} -->Bud Spencer und Terence Hill sind wieder da! Und wieder hat niemand sie eingeladen. In den billigen Western-Kulissen eines Freizeitparks für Arbeitslose drehen sie ihren neuesten Blödel-Streifen. Dabei gilt: Verschwenden, wo es geht! Prügeln, saufen, Bohnen fressen! Faulheit als Lebensprinzip! Zeit und Geld haben sie schließlich genug, denn nach dem Karriereknick bekommen beide Geld vom Amt. Bei Massagen, in der Sauna und beim Squash lassen sie es sich gutgehen. Wie in ihren großen B-Movies der 70er und 80er.</p>
<p>Zwanzig Jahre nach dem VHS-Genuss im Kinderzimmer lassen copy &amp; waste die Antihelden ihrer Kindheit noch mal antreten. Als gewiefte Trickser, die großen Schurken und fiesen Bürokraten das Handwerk legen. Dem Standard von sozialverträglicher Unterversorgung und Überproduktion setzen sie den Entwurf einer ganz anderen Welt entgegen. Dort werden Sozialleistungen angehäuft, verschwendet, umverteilt. Aber geht das: Nicht arbeiten, sich selbst aushalten, ohne Mehrwert? Bud Spencers wirbelnde Fäuste machen es vor. Also: die legendärsten Kloppereien der Filmgeschichte auf REWIND stellen! Dann: PLAY im Jobcenter, REPEAT im Wüstensand.</p>
<p>In einer Zeit, in der nur die verschwenden dürfen, die schon immer zu viel hatten, werfen Spencer und Hill virtuos alles über den Haufen. Aber sind die Western-Helden noch dagegen, oder ist ihr parasitäres Joint Venture von Super-arm und Super-reich bloß eine weitere Säule der neoliberal-flexiblen Wirtschaftsordnung? So oder so, sie hauen drauf, auf jene wunden Stellen, an denen das Noch-Bürgertum dem Prekariat näher ist, als es denkt. Also: Wer hängt hier eigentlich von wem ab?</p>
<p>Cut: Irgendwo steht ein alter Sheriff und erinnert sich an die Zeit, als Sozialstaat noch »sozial« hieß, und als blaue Augen nicht erst nach dem Faustschlag blau waren. Blende in den Pappmaché-Saloon, noch ein paar Schüsse aus dem Schokoladen-Colt, und: Black.</p>
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		<title>beim Anblick des Bildes vom Wolf</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 10:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[COMING SOON! Aber diese Liebe wird nie stattfinden, nein, sie wird nicht mal anfangen, so daß niemand später sagen kann: Das ist noch so ein unvollendetes Projekt. I will always be an unfinished project. Ich weiß immer noch nicht, wann sie zuende sein wird, die Tragödie der Sichtbarkeit, in unseren Städten.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/beim_anblick_des_bildes_vom_wolf"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="figure"><img class="alignnone size-medium wp-image-133" title="beim Anblick des Bildes der Stadt" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/Stockholm-als-Bühne-460x345.jpg" alt="" width="460" height="345" /></div>
<p>ab März 2012 im <a href="http://www.wallstein-verlag.de/9783835310490.html" target="_blank">Wallstein Verlag</a></p>
<p>Es ist leichter, einem Foto von sich immer ähnlicher zu werden, als zu lieben. Leichter, einer Geschichte hinterherzujagen, die sich mit leuchtenden Augen und dem perfekten Lächeln in unerreichbare Sphären aufgeschwungen hat, als im Treppenhaus beim Versuch, zu viele Stufen auf einmal zu nehmen, zu stürzen und, auch wenn klar ist, daß dieser Sturz kein schmerzloses Ende nehmen wird, die fallende Schönheit des Sturzes zu reflektieren. Und als die Tür, deren mintfarbene Farbe über die Jahre dir so sehr ans Herz gewachsen ist, vier Kratzer aufweist, von oben nach unten, von vier Fingern gezogen, im Sturz, sind die Entfernungen zur großen Liebe und zum eigenen Foto auf einmal beide gleich groß und beide viel zu weit. Komm schon, versuchs doch mal, versuch, wie dein Foto zu sein! Denkt er, zum wievielten Mal innerhalb von Wochen, ein Loop in seinem Hirn, und im Gegensatz zu Fernsehbildern von Explosionen, die, je öfter sie gezeigt werden, immer mehr an Wirklichkeit verlieren, wird dieser Satz für ihn immer klarer. Versuch einfach, dein Foto zu sein! An einem Sonntagmorgen im Dezember, noch nicht hell, nicht mal so hell, wie ein Dezembermorgen überhaupt wird, an diesem Dezembersonntagmorgen steht er hier und nimmt noch einmal die Nacht in den Blick, die bald zuende geht, und die er mit den anderen verbracht hat, in diesem Club am Kreuzweg. Ein junger Mann nimmt die Nacht und den darauffolgenden Tag in den Blick, aber zwischen Nacht und Tag liegt ein Traum. Dieser Traum gehört Thies, dreißig Jahre alt und von Nacht zu Nacht geplagt von diesem seltsamen Traum, dessen Bilder groß sind, präsent, nur die Musik unheimlich leise. Und hier, an diesem Sonntagmorgen im Dezember, fehlt die Musik ganz, auch der Traum fehlt, oder er deckt sich so sehr mit der Wirklichkeit vor ihm, mit der Wirklichkeit, von der der Traum träumt, daß der Unterschied nicht weiter auffällt. Oder es sind noch die Drogen. Als er sie anknipst, die Neonbeleuchtung, die karge, kalte und von ihm sehr geschätzte Küchenbeleuchtung, taucht etwas auf, also, es ist schon da, aber erst im Neonlicht erkennbar und so scanbar für ihn, zu dieser Uhrzeit nach dieser Nacht an diesem Dezembermorgen: ein Gemälde. In einem großen und goldenen barocken Bilderrahmen, der von außen nach innen selbst aus vielen, sehr sehr vielen Rahmen besteht: erst zwei nur wenige Millimeter schmale Rahmen ganz außen, dann [nach innen und zugleich in die Tiefe gehend, dorthin, wo das Bild sitzt:] ein mit Nadelzweigen ausgefüllter, breiterer Rahmen [Nadelzweige im Sommer, Hochsommer, Nadelzweige ohne Schnee], dann weiter, viele sehr schmale Rahmen, zusammengeklammert von Ornamenten, die ineinander verschlungenen Kordeln ähnlich sehen oder den Gesichtern stark geschminkter Girls, oder nein, neinnein, noch eher den Köpfen wilder Hunde, dann folgen: ein weiterer sehr schmaler Rahmen, ein breiterer, mit scharfen Kanten oder Zähnen ausgefüllter, dann zwei leere, schmale und ein letzter, breiter Rahmen, dem die Ehre zuteil wird, das Bild zu berühren, um das es hier geht. Eine Stadt, verlassen, leer, ausgeräubert, ein leichter Nebel liegt über ihr, wie wir es von so einem trostlosen Szenario auch erwarten, in dem sich zwar Menschen aufhalten, ja, sie sind so in das Gemälde hineingemalt, daß sie sogar in Bewegung scheinen, selbst wenn sie keine Bewegung ausführen, sind sie all das, was man an Beweglichkeit abverlangen kann von Menschen in diesem Jahrtausend. Menschen, wie sie über Ampeln gehen, bei Rot und bei Grün, wie sie Kippen anzünden, ausdrücken, anbieten, wie sie vom Lidl kommen, vom Aldi kommen, vom Edeka, vom Netto, Kaiser‘s und vom Türken, wie sie Pommes essen und Currywurst, Käsekrainer, Hot Dogs, Falafel oder Haloumi, mit Coffee To Go, Botox To Go, Porn To Go, mit Augen, in denen sich nichts abspielt, alles abspielt und alles als nichts, wie sie auf Smartphones herumwischen, in Smartphones hineinsprechen, mit Smartphones von sich Bilder machen, während sie Teil des großen Panoramas werden, das dieses Gemälde zeigt. Früher waren die Rahmen in Kirchen da, als Bestandteile ihrer Architektur, und sie waren immer statisch, um allem, was im Bild war, die Möglichkeit zu geben, sich zu bewegen. Heute sind die Rahmen beweglicher als das, was sie umrahmen. Menschen, in die sich Beweglichkeit reingeschoben hat, selbst wenn sie stehen, und die immer stehen, selbst wenn sie gehen, auf dem Gemälde hier. Und das, was wir Stadt nennen, ist zerstört. Er erinnert sich an einen Bombenangriff, an ein Erdbeben, eine Attacke durch Riesenmonster, an einen Besuch aus dem All, an tausend andere Möglichkeiten der Apokalypse, und irgendwas von diesen Möglichkeiten hat eine Spur hinterlassen, unübersehbar, obwohl die Gebäude NICHT zerstört oder überhaupt beschädigt sind, obwohl die Menschen NICHT versehrt, panisch oder angstvoll wirken, obwohl, im Gegenteil, alles recht aufgeräumt aussieht, aufpoliert, eingerichtet. Diese Stadt ist immer leer, auch wenn sie voller Menschen ist. Denn irgendetwas fehlt. Irgendein Geschehen muß sich abgespielt haben, eine Jagd, und es ist, jetzt, wo er genauer hinsieht, ohne daß er die Augen schärfer eingestellt hätte oder den Augapfel kurz bewegt, damit die Kontaktlinsen, die schon zwölf Stunden drin sind, sich nochmal anschmiegen können an den Tränenfilm auf der Hornhaut [ich liebe es, mich anzuschmiegen, an meine Tränen], jetzt sieht er, daß es zwei Arten sind, zwei verschiedene Arten von Jagd. Eine, deren Ergebnis man sieht, in den Gebäuden, den Menschen, in der aufpolierten Sicht. Und eine Jagd, die nicht in den Tag gehört und nicht in die Stadt, es muß eine andere sein, eine andere Stadt und eine andere Zeit als die, die das Gemälde überhaupt kennt. Es zieht sich eine blutige Spur durch das Bild, doch sie wurde entfernt. Bei Tagesanbruch wird diese Blutspur jeden Morgen aus dem Gemälde entfernt, doch das nützt gar nichts. Da, an der Straßenecke, am Umriß eines Kopfes, hineingepreßt in die Altbaufassade, da, an dem Baum, wundgescheuert, da, an dem Abdruck von Zähnen im Metall eines Fahrradständers. Irgendein Geschehen hat hier stattgefunden, das im Gemälde fehlt. Und es wird wieder stattfinden. Nein, wird es nicht. Und ob! Er achtet auf den Nebel, der leichte, über der Stadt wabernde Nebel, der den Gesichtern der mobilen Menschen ein paar ihrer wichtigsten Züge nimmt, ihre Bereitschaft, ihre Biegsamkeit, ihre Willigkeit, und nun, wo sich das Licht langsam herabsenkt [es ist eine Störung in der Neonbeleuchtung, die ein Flackern erzeugt, und das auch noch gedehnt, für ein paar Augenblicke an diesem Dezembersonntagmorgen von wenigen Mikrosekunden auf zehn und mehr Sekunden ausgedehnt], jetzt, wo das Licht lange so bleibt, abgedimmt, nimmt der Nebel eine Gestalt an, oder mehr als eine. Sind es zwei Menschen oder drei? Ist es eine Umarmung, oder was ist das? Arme, die versuchen, einen Ort zu formen, für den nur ein anderer ein Nutzungsrecht hat, nur einer. Es ist eine sehr feste, ungesund feste Umarmung, die er sieht, im Halbdunkel, durch Nebel geformt, zwei, die sich umarmen, und dann ist es aus. Es flackert. Schnell. Schneller. Es flackert und flackert und flackert noch viele Male, doch viel zu schnell. Es wird keine Gesichter geben, zu dieser Umarmung. Keine. Er wird keine Umarmung mehr sehen. Ach. Scheiße, diese Störungen! Die verdammte Neonbeleuchtung, die. Die macht alles kaputt. Fangen wir nochmal an. Von vorn! Warte. Ich hol kurz Popcorn.</p>
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		<title>DIGITAL VAMPIRE DISC</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 20:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Als DVD noch nicht DVD hieß, sondern Laser Disc. Als DVD noch Digital Video Disc hieß, nicht Digital Versatile Disc. Als DVD noch Digital Versatile Disc hieß, nicht Digital Vampire Disc.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/digital-vampire-disc"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="figure"><img class="alignnone size-medium wp-image-232" title="Digital Vampire Disc" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/DVD2-460x305.jpg" alt="" width="460" height="305" /></div>
<p>Medieninstallation von Jörg Albrecht und Matthias Grübel</p>
<p><object width="460" height="370"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zaMshqraoJk?version=3"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/zaMshqraoJk?version=3" type="application/x-shockwave-flash" width="460" height="370" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Mit dem Aufstieg des Heimkinos ist es endgültig: Wir brauchen nicht  mehr nach draußen zu gehen, um Filme zu sehen, wir können genauso gut  zuhause sitzen. Und mit jeder DVD bekommen wir nicht nur den Film,  sondern auch mehr Bonusmaterial, als wir verarbeiten können: Trailer,  Making-Ofs, Features über die Spezialeffekte, die Stunts, die  Bühnenbilder &#8211; im Grunde lauter Informationen, die aus dem Marketing für  den Film stammen. Was also holen wir uns mit der DVD in unser Heim:  mehr Hintergrundwissen für Fans und Filmnerds, oder doch nur noch mehr  Auswüchse der kapitalistischen Filmwirtschaft?</p>
<p>In Digital Vampire Disc untersuchen die Figuren diese Zusammenhänge. Anlass ist für sie  eine amerikanische Soap Opera aus den 1960er-Jahren, die sie nachdrehen,  und deren Hauptrolle ein Vampir besetzt &#8211; in der Serie wie auch in  ihrem realen Leben. Dabei tauchen sie auch in ihre eigene Vergangenheit  ein und verlieren sich schließlich in den unzähligen Features. Und die  DVD wird zur Digital Vampire Disc.</p>
<p>Die 30-minütige Audio- und Bildschirm-Installation läuft im Loop. Jede  halbe Stunde können die Zuschauer dieses kleine Heim betreten und  schauen, was passiert. Denn wie man den Vampir über die Schwelle des  Hauses bitten muss, da er es sonst nicht betreten kann, so haben wir uns  die DVD und damit die Filmindustrie in unser Wohnzimmer eingeladen. Und  nun?</p>
<p>Text und Schnitt: Jörg Albrecht, Musik: Matthias  Grübel; mit: Janna Horstmann, Steffen Klewar, Jakob Walser und Mathias  Znidarec</p>
<p>in Kooperation mit den Grazer Spielstätten und der Kulturvermittlung  Steiermark &#8211; Internationales Haus der Autoren Graz</p>
<p>mit freundlicher Unterstützung durch uniT Graz und WestGermany Berlin.<br />
Ermöglicht  durch das Stadtschreiberstipendium der Stadt Graz und das Kulturamt  Graz. Der Text entstand außerdem im Rahmen des New York-Stipendiums des  Deutschen Literaturfonds und des Deutschen Haus an der NYU</p>
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		<title>Schreib dich ab!</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 19:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wollte auffallen und daß alle sich nach mir umdrehten und staunten. Ich wollte sie zum Nachdenken bringen, sie aufrütteln, aus ihrem Trott herausreißen. Und deshalb hatte ich mir diese Geschichte zurechtgelegt, daß ich außergewöhnlich bin. Dabei war ich es nie.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/schreib-dich-ab"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="figure"><img class="alignnone size-medium wp-image-321" title="Schreib dich ab!" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/Trashcycle-Kopie-2-460x345.jpg" alt="" width="460" height="345" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hallo! Hallo?! Ah, ich dachte grad. Ich komm manchmal aus Versehen auf die Stummtaste, und dann hört mich keiner mehr. Na ja. Es gibt einen Satz, den ich mir jeden Tag selber sage: My work is my life. Nein, NICHT auf einem Blatt Papier, eine Stunde am Tag, in höchster Konzentration, Thomas Mann-like. Ich arbeite manchmal, bis ich so müde bin, daß ich nicht mehr arbeiten kann, noch weiter arbeiten muß, weil irgendwie dann, wenn alles so drüber ist, daß ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich arbeite, das Arbeiten richtig losgeht. Wenn ich nicht mehr schreiben kann, was ich will, und die Dinge schreiben, was sie wollen. Die Dinge, die auf einem Schreibtisch Platz haben, schreiben an mir herum. Und ich schreibe sie ab. Und das Leben? Keine Ahnung. Ich hab es irgendwo verloren, in ferner Zeit, mitten im Teenage, als ich nur die paar nötigen Schritte vor die Tür machen konnte, zwei Jahre lang, keine Parties, keine Disco, keine Breakdance-Contests auf den Vorortstraßen, not for me. Ich hab es mit sechzehn oder siebzehn liegen lassen, that thing called life, vor dem Fernseher, und entweder MTV hat es mitgenommen, als es umgeswitcht hat, von Englisch auf Deutsch, oder es war irgendeine Teenieserie à la Beverly Hills 90210. Ja, leider. I wish I could go back to the 90s. Seitdem suche ich überall danach, wie das gehen könnte, back to life.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1    alles quer durch uns hindurch</strong></p>
<p>Nach zwei Jahren fast nur mit MTV, immer flimmernd, auf einem Fernseher irgendwo im Ruhrgebiet, war es genug. Und es waren auf einmal Menschen da, genug Menschen, mit denen das Zeitverbringen schön war. Zusammen auf Konzerte gehen, in verrauchten, damals noch sehr verrauchten Hallen, in Revierparks mit Bierständen, in Gemeindekellern, mit Saft und veganer Suppe und den Klängen von Screamobands. Zusammen ins Kino gehen und alle Filme der vergangenen Jahrzehnte, die man eben kennen muß, kennenlernen, aber auch die neuen Filme und auch die, die erst kommen werden, viel später. Zusammen in Küchen herumhängen, in Bars, in Fotoautomaten, einfach alles aufnehmen, was es um uns herum gibt, an Objekten und Subjekten, an Beziehungen, an Geschichte, an verschiedenen Formen, dieselben Erfahrungen aus den Teenagejahren in etwas umzuwandeln, was langsam erwachsen wird, erwachsen und doch Sand im Getriebe. Irgendwas war da, was uns verband und doch wieder nicht, mal eine Umarmung, mal keine, der Abstand, den dieses subkulturelle Leben manchmal abverlangt, und doch irgendwas war da, was quer ging, durch uns hindurch. Irgendeine größere Geschichte. Die Stories, die damals entstanden, an meinem Schreibtisch, speisten sich aus dem, was ablief, vor mir: Manche Menschen kamen in diesen Stories vor, andere nicht, wieder andere wurden mit ganz anderen zusammengemixt zu einer Figur, und das alles in der heilen Welt dessen, was man damals so nannte: independent, ohne zu wissen, wie bald dieses Wort, das wir so oft aussprachen, uns verlassen würde. Die schöne Subkultur der Neunziger, die sich noch reinzog, in das neue Jahrhundert, völlig ahnungslos, daß es bald vorbei sein würde mit ihr. Nicht visuell, das nicht, aber. Dazu später. So ging es ein paar Jahre lang: Zusammen das erschließen, was war, und dann die Ahnung, irgendwann, in irgendeiner Nacht, es war im Juli [but not 4th of July], den Rauch in den Klamotten, in der Haut, in den Haaren, auf dem Weg zurück vom Konzert, und da, keine Ahnung, warum, die Ahnung, daß es mich immer nur gibt, wenn es andere gibt. Eigentlich war das ja schon mit MTV klar, daß ich nichts bin ohne den, der vor mir steht, vor mir läuft, abläuft, auf dem Fernsehschirm. Einsam verbrachte Stunden, die nie einsam waren. Aber wie soll ich denn dann überhaupt sprechen, über myself?</p>
<p>do it<br />
do it<br />
just do it<br />
do it<br />
do it yourself!</p>
<p>Und immer mehr und immer öfter und immer verzweifelter gedacht: Ich kann einfach nichts selber machen, verdammt, NICHTS! Aber es liegt nicht an dir. Es liegt an MIR. Ich habe einfach etwas besseres verdient. Als alles selber zu machen. Und dann zum ersten Mal das weiße Album gehört von Tocotronic, die damals noch sehr, sehr wichtig, viel zu wichtig waren, und auf dem Album [weiß]: Verweis nach Verweis. Und dann zum ersten Mal Rhizom von Deleuze/Guattari gelesen: Verweise in Verweisen auf Verweise. Und dann gedacht: Ich hab nie abgeschrieben, die ganze Schulzeit lang, habe ich kein einziges Mal abgeschrieben, ich habe immer alle abschreiben lassen, jetzt kehren wir das mal um. Ein paar Wochen nach der [vielleicht doch gefaketen, in der Erinnerung oder im Making Of dazugepackten] Julinacht aufgewacht und das erste Mal einfach nur abgeschrieben. Songzeilen gesammelt, Bücher aufgeschlagen und Sätze rausgerissen, Filme in Einzelbilder zerlegt und einmontiert. Und noch versucht, damit, mit diesem Aufklauben von Einzelteilen, das aufzuhalten, was längst in Gang war, im Niedergang dieses ganzen großen Dings, an dem wir uns festgehalten haben, nein, dieses WIR ging da schon nicht mehr, an dem ICH mich festhalten mußte, und genau das, das war dann weg. Wenn Menschen, die du jahrelang gekannt hast [gefühlt natürlich jahrzehntelang, so wie es sich eben anfühlt, im Teenage, im frühen Twenage], irgendwann einfach aus dem Leben in dieser Subkultur verschwinden, einfach immer weniger werden, von Konzert zu Konzert. Bildergalerie: Wir Rock‘n‘Roll-Boys. Wir Sound im Getriebe. Die Zeiten haben sich geändert, aber wir nicht. Und das ist das schlimme. Die Fotos angeschaut, die entstanden sind, über die Jahre. Gedacht, daß man diese Vergangenheit doch rüberretten muß, in die Gegenwart. Gedacht und noch versucht und versucht und. Inzwischen schlummert das Projekt in der Development Hell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2    in diesem Bild ist kein Fehler versteckt!</strong></p>
<p>Also: rein in das, worum es eigentlich geht: um copy and waste. Kopieren und verschwenden, alles, was möglich ist, was einfach da liegt, als Realität, nehmen und verwenden. So wie ein Fahrschein entwertet werden muß, damit er seinen Wert erhält: Verschwenden als das, was den Wert herauskitzelt aus den Dingen. Aus den alten Filmen, über die ich schreibe, oder aus Fernsehserien. Aus Biographien [schlimmer nur: Autobiographien] abgewrackter Filmstars der Achtziger oder abgefuckter R‘n‘B-Sänger der Neunziger. Aus dem Umgang mit Theorien, die sowieso angewendet werden müssen, dazu sind sie da, und dazu bin ich da, um Theorie auf mich anzuwenden und zu wissen: Aha, das ist das praktische Leben. Das war und ist der Schreibansatz, mit diesem ewigen Herumstehen und Warten am Kopierer, immer warten, was denn rauskommt. Ein kaputter Kopierer, bei dem du nie weißt, in welchem Format er das Kopierte ausspuckt, ob es zu dunkel oder zu hell ist, aus Versehen die Rückseite bedruckt wurde statt die Vorderseite, oder beides zugleich. Und warum? WHY THE HELL? WARUM SO KOMPLIZIERT, WENN ES AUCH EINFACH GEHT? Weil das, was da ist, schon genug agiert. So wie Hubert Fichte schreibt: Der ganze Roman / Faßt sich selbst unten / an die Seite / und blättert um. Stattdessen, in den ersten zehn Jahren dieses neuen Jahrhunderts: psychologische Geschichten und große Wenderomane mit nichtssagender Sprache, die erzählen von nichtssagenden Fressen, von Menschen, die irgendwo herumsitzen und rauchen und Probleme haben, die sie plastisch erscheinen lassen sollen, aber die Sprache, in der das passiert ist das Gegenteil, die ist nicht mal 2D! Aber selbstgemacht! Und sie hat wenigstens das zu sagen: Daß sie eigentlich nichts mehr sagen kann. Weil sie völlig abgelöst ist von irgendeiner Realität! Wie alles um uns herum sich doch immer mehr ablöst von dem, was erreichbar wäre. Die Geschichten um uns herum sind völlig unerreichbar: Jeder soll auf einmal übermenschlich schön und rauchfrei und biomäßig fit und mit gutem Gewissen sein. Das kenne ich doch noch von den Screamobands, mit ihren Straight-Edge-Kreuzen auf der Hand, kein Alkohol, keine Drogen, manchmal auch kein Sex. Und auf einmal leben alle so. Was ist denn los? Eben waren wir doch noch independent, am Rand. Und jetzt? In der Mitte. Völlig aufpoliert. Jeder hat sich selbst aufpoliert, weil jeder jetzt einfach alles kann. Jeder kann ihn selbst machen, den roten Teppich, das ist erlernbar, und ich habe angefangen, ihn mir selbst zu gestalten. Und darauf stehe ich und drehe mich, als ehemaliges Riot Grrrl, heute: Diet Girl, bei irgendeiner Preisverleihung, und wenn ich eben nicht schauspielern kann oder Filme drehen, schreiben kann jeder, das habe ich mir beigebracht, ganz selbständig, INDEPDENDENT! Texte, die bei anderen Texten abschreiben, ohne das kenntlich zu machen, die einfach dasselbe Thema haben [das da heißt: das hier ist ein großes Thema] mit denselben Figuren [die immer andere Namen tragen, meistens aber Anne und Tom] und denselben Sätzen [die keine Sätze sind, weil sie immer viel mehr als das sein wollen: Poesie] und denselben Bildern [Bilder, die Realität abbilden sollen und Realität abziehen, aus der Wahrnehmung], das alles immer wiederholen, weil es eben irgendwie immer noch funktioniert, auf dem Markt. Und wann kommt nun der große Wenderoman? Oh bitte, gebt mir den anderen, den Umwenderoman. Umwenden und laufen, so schnell es geht, davor weglaufen, vor diesen Texten, die keinen Fehler an sich haben und mich erinnern an die schlimmsten Clubs und die schlimmsten Disco-Opfer. Wenn Menschen, die du jahrelang gekannt hast, irgendwann einfach aus dem Nachtleben verschwinden, abgleiten in einen Zustand, der nur schwer noch zu sehen ist, kaum noch, gar nicht mehr zu sehen ist, von Disco zu Disco.</p>
<p>do it<br />
do it<br />
just do it<br />
just do do do it<br />
do it<br />
do it<br />
do it yourself!</p>
<p>Ich sehne mich so zurück in die Zeit, als Subkultur noch Subkultur sein wollte, und heute, heute kann jeder alles sein, ALLES, auch ich kann, mit meiner Kreditkarte in der Hand, auf einmal alles mögliche sein, ja, jaja, JA! Du kannst doch alles sein, also streng dich auch an! Hören Sie einfach heute noch damit auf, weniger als exzellente Arbeit abzuliefern! Oh ja. Der Kapitalismus war immer schon verwirklicht. Und wir nie. Nie nie verwirklicht. Aber die Selbstverwirklichung liegt in jeder Zeile, die nicht zugibt, daß sie abgeschrieben worden ist aus einer Realität. Alles ist mir nicht genug. Ja, Tom Waits oder Johnny Cash werden zwar am Anfang jedes Romans aus den Creative Writing-Classes dieser German-speaking world zitiert. Aber auch das nicht, weil das, was da gesungen oder gesagt würde, mit irgendetwas korrespondiert, in der Leere dieser Geschichten, die uns vorhalten, wie wir sein müßten, um überhaupt zu sein, so zu sein: originell und total individuell. Fancy, oder? Man könnte auch sagen: cheap. Okay, ja. Und da kann ich doch nur cheap reagieren. Wenn ich die Materialien in die Hand nehme die Materialien mich in die Hand nehmen und zusammenpressen, bis ich weiß, was diese Realität, die vor mir abläuft, eigentlich ist, weil ich wenigstens für fünf Minuten einen kleinen Ausschnitt sehen kann von ihr, ein billiges, zusammenkopiertes Fanzine aus einem Neunzigerjahre-Independentfilm. Wie kommen wir je wieder davon weg, glücklich zu sein, nur wenn wir arbeiten? Wobei die Arbeit nie nach Arbeit aussehen darf, nur nach Spaß, nach Genuß: immer zur Verfügung stehen, wenn die Arbeit ruft. Wir Cock‘n‘Call-Boys. Wir sind rettungslos. Rettungslos gewonnen, für den Markt da draußen. Und die Blue Ray Discs? Bringen uns die die Rettung? Da kannst du wenigstens ranzoomen, bei dieser Auflösung kannst du unglaublich nah ranzommen, und dann wird niemand mehr so tun können, als gäbe es keine Narben, Schnitte oder wenigstens kleine Partien von Orangenhaut, wie an jeder Textur. Bitte? You must be joking. Äh. Must be choking. On my dick. Ist auch eine Art Selbsthilfe, oder? Ich dachte, der eigene Schwanz im Mund, das gäbe es nur im Porno. Den Porno kann man zwar überall bekommen, inzwischen, und da kannst du auch alles sehen, was du dir vorstellen kannst, was du dir nicht vorstellen kannst, vorstellen willst. Aber das heißt noch lange nicht, daß du es auch machen darfst. Hier darfst du nur bestimmte Moves machen [siehe: Heidi Klum]. In DEM Porno, diesem riesigen Porno, in dem wir sind, etwas, das uns immer anhält, bereit zu sein, für die nächste Nummer. Wir sind SO willig. Zu arbeiten, zu stylen, auszugehen. So willig, die Heftmappen aufzustellen, damit der neben uns nicht mehr abschreiben kann, auch wenn er es gar nicht tun würde, weil das, was zu sehen ist, so mickrig und billig ist. Dennoch müssen wir es schützen, uns schützen, uns und die, sie so sind wie wir. Früher, ja früher war es noch so, daß die Jungs sich nicht berühren lassen konnten und nicht lieben, weil sie arbeiten mußten, und die Mädchen konnten in ihrem Freizeitlook herumhängen und sie selbst sein. Ich wollte auffallen und daß alle sich nach mir umdrehten und staunten. Ich wollte sie zum Nachdenken bringen, sie aufrütteln, aus ihrem Trott herausreißen. Und deshalb hatte ich mir diese Geschichte zurechtgelegt, daß ich außergewöhnlich bin. Dabei war ich es nie. Aber irgendwann. Irgendwann muß ein Ende sein, es geht immer weiter und weiter, ich kann nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3    man schafft es nicht mehr, sich aus den Dingen herauszuhalten</strong></p>
<p>Ich habe mich immer nur für mich interessiert. Sagt das Ex-Riot-Grrrl, heute nur noch: Girl, vor dem Spiegel sitzend. Nur für mich, obwohl mein Spiegelbild mir auch mal näher war. Es sah mir noch nie ähnlicher als heute, aber es war mir näher. Strange. So ist es eben, wenn das, was man sich früher erträumte, an anderen sozialen Formen, basierend auf gemeinsamem Geschmack, gemeinsamen Vorlieben und Liebschaften, gemeinsamen Momente in der Nacht, sich auf einmal gegen dich wendet. Wenn ich auf einmal ganz viel mit anderen reden MUSS, mich fotografieren lassen MUSS, mein schreibendes Selbst in drei Sätzen ausdrücken MUSS, für ein Interview. Das Selbst als Funktion. Wie kann ich mit dem Schreiben Geld verdienen und doch verhindern, daß die Tatsache, daß ich Geld damit verdiene und auf einmal auch verdienen muß, sich auswirkt auf das, was ich  schreibe? Hilft es, kenntlich zu machen, daß auch das nur Zweit-, Dritt-, Xt-Verwertung anderer Sachen ist, früher noch mit Prittstift geklebt, die Kanten, heute ohne Klebe, hier drin, im Schreibprogramm? In der Schreibhilfe. Selbsthilfe. ICH KANN ALLES! Selber. Sogar den Sozialstaat, sogar den kann und soll ich mir selber bauen. Das ist eine ganz neue Art von Sozialität, daß man die Dinge eben in die eigene Hand nimmt. STOP! Irgendwas stimmt doch nicht mit diesem ganzen DIY-Ding, das wir so cool fanden, als wir noch jünger waren, weil es die älteren Geschwister oder älteren Cousins oder älteren Freunde in der Punk-Zeit entdeckt hatten oder wiederentdeckt und perfektioniert. Daß jeder alles kann, heißt das, daß jeder alles muß? Ja, und auch die Arbeitslosen werden Freelancer, immer dabei, sich selbst zu machen, immer neu und anders und besser zu machen. Just do it! Yourself. Und deshalb: NEIN! Ich kann gar nichts selber machen, ich muß als Parasit rumsitzen, auf Kosten des Staates, und andere abhören, mir was abschauen, abschneiden, abschreiben. Weil ich das, was mein Selbst sein soll, nicht raushalten kann aus dem, was mir begegnet, an Realität, egal, in welcher Form. Und wie soll ich mich irgendwo orten, wenn ich nicht all das, was mir hilft, mich zu ordnen oder auch mal ordentlich in Unordnung zu bringen, wenn ich all das aufsammele und versuche, zueinander in Relation zu setzen, damit da, in der Relation, oder als Relation, als Abstand zwischen den Dingen, Menschen, Themen irgendwo das auftaucht, von dem ich noch sagen kann: Das vielleicht, vielleicht bin das ich. In der Montage, auch wenn alle Partikel fremd sind, im Zusammenstoß dieser Teile, in den Techniken und Rhythmen des Schnitts das eigene Erleben wiederfinden, was nie möglich wäre, ohne Schnitt, nur mit linearem Shit. Aber alles an mir ist nicht genug. Es geht nicht weiter. Ich bin stagniert, bin der Stillstand im Getriebe. Und doch seit zwei Jahren Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Antibürgerlichen? Nein, das eh nicht, nee. Aber auch das Wissen darum wird mich nicht davor retten, mit allem, was ich mache, einen Markt zu bedienen. Wie gerade hier. Und langsam aber sicher werde ich meinem Foto immer ähnlicher, da kann ich mich um noch so abseitige Themen bemühen [zur Zeit: Werwölfe, Transgender, Jane Fonda], um noch so viele Risse und Abgründe im Text, um noch größeres Wirrwarr, entweder ich werde meinem Foto ähnlicher, während mein Foto selbst seltsam abwesend wirkt, mehr und mehr, oder es ist irgendwann aus. Wie sang Kevin Drew von Broken Social Scene, damals, 2010? I‘m sick of the self-love, losing the bless me / The exit, the roof of the rule of what we‘ll be / And all the destroyers who never wore dresses. Wenn Menschen, die du jahrelang gekannt hast, irgendwann einfach aus dem Leben in dieser Kreativbranche verschwinden, immer öfter auf die Stummtaste kommen, von Premiere zu Premiere. Spätestens jetzt sollten Sie merken, daß der Kopierbefehl in meinem Schreibprogramm sich automatisch alle paar Minuten einschaltet. Auch wenn er Fehler macht beim Kopieren, ja. Und ich bin ganz gelassen, durch diese Routine. Hören Sie einfach SOFORT auf, exzellente Arbeit abzuliefern! Mach ich doch.</p>
<p>do it<br />
do it<br />
just do it<br />
do it<br />
do it, your self!</p>
<p>Tut mir leid. Es war nen letzten Versuch wert, diese hingerotzten Seiten hier, in vierzehn Tagen zusammengeklaut aus Notizbüchern, der Gala und der sogenannten eigenen, einfach nur fehlerhaften Erinnerung. TUT MIR SEHR LEID! Jetzt sagen Sie es schon! Sagen Sie: Theorie kann dir auch nicht helfen. Du Diskurs-Opfer. Und ich weiß gerade nicht, wie es weitergeht. Vielleicht im Fernsehen. Ich hab mich immer nur für mich interessiert, für das, was ich nur durch die bin, die mich umgeben, und durch die, die sehr weit weg sind und mich nicht umgeben, mit deren Leben ich aber dennoch verbunden bin, nur das hab ich versucht, zu verstehen. Aber in dieser aufpolierten DIY-Welt will das kein Schwein sehen. Vielleicht einfach mehr fernsehen. Das, was fern ist, ja, fern, sehen! Ich muß immer irgendwo nach Realität Ausschau halten. Nee, ausschauen. Ich muß immer irgendwo wie irgendeine Realität ausschauen. Dabei bin ich das Gegenteil von real, also [‘ri:l] wie im Hip Hop. Das Gegenteil von echt. Und deshalb längst abgeschrieben. Und vielleicht, vielleicht wird man in etwas mehr als einem Jahrzehnt über mich schreiben: An ihrem vierzigsten Geburtstag zog sie sich aus dem Showbiz zurück. Wer weiß? Bis dahin ist sicher nichts mehr übrig, von diesem Selbst. Oder kannst du mir das nochmal erkären? Du schreibst ab, und das ist dann dein Subjekt, oder wie? Oh Gee. Let‘s drop the subject! [Ein Traum, der gegen die Realität verstößt und es doch immer verpaßt, sich dort einzuschreiben, für mehr als eine Nacht, mehr als einen Tach. Ach.]</p>
<p><em>für: Schreibkraft 21 &#8220;selbstgemacht&#8221; (2011)</em></p>
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		<title>Barbarellastrip</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 19:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stage]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nicht mehr den Spielfilmen vorbehalten, zu zeigen, was Krieg heute ist. Das Echte ist zurück. Und ich liebe das Echte. Weil es eine Lüge ist, so wie alles an mir, liebe ich es bis zur Besinnungslosigkeit! Beziehungslosigkeit, meinte ich. Wobei, ich habe ja Beziehungen. Aber beiläufig.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/barbarellastrip"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_221" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><img class="size-medium wp-image-221  " title="Barbarellastrip" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/DSC_0501-460x317.jpg" alt="" width="460" height="317" /><p class="wp-caption-text">Foto: Wilma Renfordt</p></div>
<p>von copy &amp; waste</p>
<p>von Jörg Albrecht (Text), Matthias Grübel (Musik),                       Janna Horstmann (Schauspiel), Steffen Klewar (Regie/Schauspiel),                       Caspar Pichner (Bühne), Wilma Renfordt (Dramaturgie)</p>
<p>Premiere: 21. März 2011, Maxim Gorki Theater Berlin</p>
<p>Auf in die Problemzonen! Ins Aerobic-Studio und in die dunkle                       Stadt Sogo, an die Front, nach Vietnam, Afghanistan, in den                       urbanen Einzelkampf. Jane Fonda [spärlich  bekleidet]                      ist Barbarella ist Hanoi-Jane ist  Karl-Theodor zu Guttenberg,                      unermüdlich im Einsatz  für knackige Rundungen, ein                      friedliches Universum  und die Optimierung ihrer selbst. Aus                      der Ur-Tiefe  des provinziellen Raums kommend [Kalifornien                      oder  Franken] trainiert sie Körper, Kriege und Identitäten                       so lange, bis sie auch ungeschminkt ganz authentisch aussehen.                       Im art-biz! Im love-biz! Im war-biz!</p>
<p>Und auch Du  kannst Dich fit machen! Komm in unseren Container,                       vor unseren Screen, zu unserem Workout und: Nimm die Dinge                       selbst in die Hand, bei unserem kleinen Crashkurs für                       Rekruten im Stadtraum des 21. Jahrhunderts! Also: Seien Sie                       einfach, wie Sie sind, und Sie werden so sein wie  ich! Alright?                      Are you ready? [CLAP] Yeah. Let‘s go!</p>
<p>Eine Produktion von copy &amp; waste für die Comic-Theater-Tage                      „Reality Kills“ des <a href="http://www.gorki.de" target="_blank">Maxim Gorki Theater Berlin</a>.                      Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>ORLAC HAND OUT</title>
		<link>http://www.fotofixautomat.de/orlac-hand-out</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 09:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalbrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fotofixautomat.de/?p=335</guid>
		<description><![CDATA[Mein Leben wird gelebt worden sein, im Futur Zwei, im Futur Eins, im Präsens und im Konjunktiv, und dann, wenn das so ist, könnt ihr trauern. Sonst nicht. Sonst wird niemand trauern, und wenn niemand trauert, wird diese hysterische Verzweiflung hier kein Leben gewesen sein, sondern nur obszön.  <a href="http://www.fotofixautomat.de/orlac-hand-out"><span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_336" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><img class="size-medium wp-image-336" title="Orlac Hand Out" src="http://www.fotofixautomat.de/wp-content/uploads/Die-Orlacsklein-460x324.jpg" alt="" width="460" height="324" /><p class="wp-caption-text">Bild: Silke Bauer</p></div>
<p>von Jörg Albrecht (Text), Silke Bauer (Raum/Kostüm),                       Martin Dueller (Dramaturgie/Produktion), Matthias Grübel                       (Musik), Janna Horstmann (Schauspiel), Steffen Klewar  (Regie/Schauspiel),                      Anna Rot (Schauspiel)</p>
<p><em>Ich                       bin um drei Uhr morgens aufgewacht und habe mich  mit zwei                      neuen Händen gesehen. Und ich hatte Angst.  Angst, ich                      könnte vom Raum um mich herum mit  diesen Händen                      nichts greifen. Und dann lag ich wach  bis zum Morgen, denn                      immer wenn ich die Augen  schloß, hatte ich diese Hände.                      Es waren nicht  meine. Nicht. Es waren nicht meine, aber ich                      weiß  auch nicht, wem sie gehörten.</em><br />
Eine Pressekonferenz: Die Regisseurin  Doris Delay und ihre                      Crew sprechen über ihren neuen  Film, ein Remake des Stummfilms                      Orlacs Hände von  Robert Wiene. In dem verliert ein Pianist                      seine  Hände und bekommt neue transplantiert – die                      eines  Mörders. Daraufhin wird er hysterisch. Und auch                      die  Pressekonferenz zum Remake verfällt der Hysterie:                       Produzenten, Kameraleute und Special Effects-Experten tauchen                       auf und ab. Franz Fuchs, die Sieben Millionen Dollar Frau                       und Mariah Carey sind auch dabei. Reale Geschichten  von verlorenen                      Händen schießen zwischen die  Fiktion, bis fact                      und fiction ununterscheidbar  werden.<br />
Überhaupt: Was ist das echte Leben, das uns aufgeschwatzt                       wird, in Reality-Formaten im Fernsehen und anderswo?  Und was                      ist mit dem unechten Leben, wenn wir  spielen, vor der Kamera?                      Ist das nur das Test  Screening? <em>Kommt, geht los, nennt meinen                      Namen,  macht ihn bekannt, tragt die Reste dessen zusammen,                       was ich war. </em>Wie schon Johnny Depp sagt als Edward mit den                       Scherenhänden: I’m not finished.<br />
ORLAC HAND OUT versammelt  alle möglichen Prothesen: künstliche                      Hände,  Krücken, Rollstühle, Sexspielzeug und                      Kameras. Was  macht die Grenzen aus, die entstehen, wenn Glieder                       amputiert, transplantiert oder ersetzt werden? Und warum ist                       Oscar Pistorius, Läufer aus Südafrika, mit Unterschenkeln                       aus Karbon, eher Technologie als Mensch, aber Lionel  Messi,                      der Hormonspritzen bekam, um größer zu  werden,                      nicht?<br />
Hysterical glamour!</p>
<p>Eine Koproduktion von copy &amp; waste, <a href="http://www.uni-t.org/" target="_blank">uniT                      Graz</a> und <a href="http://www.ringlokschuppen.de/" target="_blank">Ringlokschuppen                       Mülheim</a>, gefördert durch: Stadt Graz, Land  Steiermark                      und Österreichisches Bundesministerium  für Unterricht,                      Kunst und Kultur</p>
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